Der Countdown läuft

 

Ich muss zugeben, dass ich inzwischen schon die Stunden zähle und es kaum erwarten kann, dass es los geht. Es ist ja auch schon meine längste Schwangerschaft, die älteste Tochter kam in der 36. und das Sandwichkind in der 38. Woche. Somit war die 39. Woche für mich schon fast ungewohnt und die 40. ist eigentlich unerträglich. Die Ungeduld wird wahrscheinlich noch dazu so verstärkt, weil ich weiß, dass spätestens am Termin eingeleitet wird und sind wir mal ehrlich, das ist jetzt nicht meine Wunschvorstellung von einer natürlichen Geburt? Mir bleibt jetzt nur noch ein Tag, in denen ich ja nicht wirklich etwas tun kann. Natürlich gibt es einige Ideen oder Tipps von Mitschwangeren und Hebammen, wie Nelkenöltampons, Treppen steigen, warme Bäder, Fußzonenreflexmassagen oder auch Sex. Allerdings kann das alles die Geburt nicht einleiten, wenn man nicht eh schon kurz davor steht. Ich freue mich ja schon seit Tagen über jede kleine Wehe und hoffe einfach, dass ein kleiner Anstupser reicht, sollte es nicht von alleine los gehen.

 

Tatsächlich hatte ich mich dieses Mal auf eine möglichst natürliche Geburt gefreut. Nachdem ich einen Kaiserschnitt (aufgrund einer vorangegangenen Präeklampsie) und eine spontane Geburt mit PDA hinter mir habe, wollte ich die dritte und letzte Geburt besonders natürlich und bewusst erleben. Jetzt habe ich die Befürchtung, dass durch die Einleitung der natürliche Ablauf von Anfang an nicht gegeben ist und im Extremfall auch noch unberechenbar wird. Natürlich kann das auch ohne eine Einleitung passieren, aber da ich inzwischen auch der Meinung bin, dass die Einstellung der Frau einen Einfluss auf den Geburtsverlauf hat, habe ich Angst, dass mich die Einleitung schon vorab in den falschen Gemütszustand versetzten könnte. Das heißt, ich werde versuchen, mich die nächsten Stunden so gut es geht zu entspannen und mich darauf einzustellen, positiv mit der eventuellen Situation der Einleitung  umzugehen. Und am Ende zählt doch eigentlich nur, dass alle gesund sind.