Warum noch ein Blog...

 

…das ist eine gute Frage! Tatsächlich gibt es ja inzwischen unzählige Mama-, Papa- und Familienblogs im Netz, von denen ich einige auch wirklich gerne lese. Dann frage ich mich allerdings, warum ich nicht auch schon vor 5 Jahren angefangen habe zu schreiben? Damals kam meine erste Tochter als spätes Frühchen auf die Welt und wir waren gerade wieder bei meinen Eltern eingezogen, um Kosten für die Haussanierung zu sparen. Dass das alles unglaublich viel Stoff für spannende Geschichten liefern würde, ahnte ich damals nicht. Außerdem gab es nicht wie heute haufenweise Literatur, Blogs, Videos und was weiß ich nicht alles, die bis ins kleinste Detail erklären und beschreiben, wie man so einen Blog anfängt, aufbaut und vielleicht sogar erfolgreich damit ist. So schrieb ich zwar ein paar Erlebnisse in ein Worddokument, traute mich aber nie den Schritt zu machen, einen Blog zu beginnen. Ich kannte auch niemanden, der sich damit auskannte, oder eine Affinität dazu hatte. Meine Freunde und ich sind zugegebener Maßen immer noch ziemlich analog unterwegs, treffen uns auch tatsächlich regelmäßig und reden noch in Echtzeit miteinander.

 

Warum also doch jetzt ein Blog? Nun, inzwischen habe ich es geschafft, mir diesen Onlineshop zu bauen (was ich vorher auch nicht für möglich gehalten habe!) und Kind Nummer drei ist im Landeanflug. Das bedeutet, dass ich meinen Onlineshop erst mal runterfahren werde. Nicht weil ich nicht Lust und auch hoffentlich ein bisschen Zeit hätte, meine Produktpalette etwas zu erweitern. Nein, ich möchte mir einfach die Möglichkeit offen halten, die Zeit mit unserem dritten und (sehr wahrscheinlich) letzten Kind und seinen beiden Schwestern zu genießen. Außerdem weiß man schließlich nie, was auf einen zukommt und deswegen rechne ich zur Sicherheit einfach mit allem! Außerdem bin ich sehr gerne Mama und verbringe gerne Zeit mit meinen Kindern, in der ich dann nicht noch tausend andere Dinge im Kopf haben möchte. Mit mehreren Kindern wird die Zeit sowieso immer knapper einfach mal etwas zu genießen und seien es nur die paar Minuten, die sich die Kinder ohne Streit, Zerstörung oder Verletzungen beschäftigen. Von der Schwangerschaft gar nicht zu sprechen, die läuft tatsächlich sehr nebenbei. Ich bediene inzwischen sogar das Klischee, nicht mehr zu wissen, in welcher Schwangerschaftswoche ich mich befinde oder wie groß der kleine Zappelphillip denn gerade ist.

Jedenfalls möchte ich die letzten Wochen meiner letzten Schwangerschaft und vor allem die erste Zeit mit drei Kindern bewusster erleben und deswegen ein wenig darüber schreiben. Denn ihr wisst alle, wie es ist, man vergisst einfach zu schnell zu viel. Deswegen freue ich mich auf alle Kommentare und Fragen, die ihr mir hinterlasst und bin gespannt, was die Zeit so alles mit sich bringt.